Warum sind meine Fotos beim Zoomen verwackelt?

Weitwinkelbilder sind scharf. Zoom dich heran, und dieselben Hände liefern ein verschmiertes Foto. An dir hat sich nichts geändert. An der Mathematik schon.

Der Zoom vergrößert auch dein Zittern

Deine Hände zittern immer leicht. Im Weitwinkel verschiebt dieses Zittern das Bild um einen winzigen Betrag, zu klein, um es zu sehen. Beim Zoomen vergrößert das Objektiv alles im Bild — auch die Bewegung deiner Hände.

Verdopple den Zoom, und die Verwacklung aus demselben Zittern verdoppelt sich. Das ist der ganze Mechanismus.

Die Regel, die das löst

Die klassische Faustregel: die Belichtungszeit sollte mindestens 1 geteilt durch die Brennweite betragen.

Beim Zoomen brauchst du also eine kürzere Zeit. Steht die Kamera auf Automatik und der Raum ist dunkel, gibt sie dir bei vollem Zoom seelenruhig 1/15 s — und das ist deine Verwacklung.

Verwacklung verschmiert das ganze Bild in eine Richtung. Fehlfokus lässt einen Teil weich und einen scharf. Unterscheide beides, bevor du etwas reparierst.

Was zu tun ist

Stabilisierung hilft, aber nicht bei allem

Optische und elektronische Stabilisierung gleicht kleine Bewegungen aus und schenkt dir ein paar Stufen. Sie hilft nicht, wenn sich das Motiv bewegt: ein rennendes Kind bei 1/30 s wird verwackelt, egal wie ruhig du stehst.

Lensmera zeigt die von der Kamera gewählte Belichtungszeit und warnt, wenn sie unter die sichere Linie für deinen aktuellen Zoom fällt.

Vom Lensmera-Team geschrieben.