Warum werden meine Innenaufnahmen orange?

Du bist in einem warmen, gemütlichen Raum. Du machst ein Foto, und alles ist orange. Deine Augen haben kein Orange gesehen. Die Kamera schon.

Licht hat eine Farbe, und dein Gehirn verbirgt sie vor dir

Licht ist nicht neutral. Eine Kerze ist tief orange. Eine Glühbirne ist orange. Bedeckter Himmel ist blau. Schatten ist sehr blau. Gemessen wird das in Kelvin: niedrige Zahlen sind warm und orange, hohe kühl und blau.

Dein Gehirn korrigiert das automatisch und ununterbrochen. Geh von einer sonnigen Straße in ein Zimmer mit Lampen — weißes Papier sieht für dich weiterhin weiß aus. Ist es nicht. Dein Gehirn arbeitet und sagt es dir nie.

Die Kamera hat kein Gehirn. Sie zeichnet das Licht auf, das wirklich da ist.

Dein Foto irrt sich nicht. Es zeigt dir die Farbe des Lichts, die dein Gehirn stillschweigend gelöscht hat.

Der Weißabgleich tut, was dein Gehirn tat

Der Weißabgleich sagt der Kamera, in welchem Licht du stehst, damit sie alles zurückschiebt, bis Weiß weiß aussieht.

Für einen orangen Raum wähle die Glühlampen-Voreinstellung oder ziehe Kelvin herunter, bis Haut wie Haut aussieht. Es gibt keine richtige Zahl — es gibt die Zahl, die richtig aussieht.

Wo die Automatik vorhersehbar scheitert

Das ist kein Filter

Ein Warmfilter legt Orange über das Bild. Der Weißabgleich ändert, was die Kamera als neutral betrachtet, bevor das Bild entsteht. Das eine ist Schminke, das andere Sehvermögen.

Lensmera legt den Weißabgleich auf ein Rad mit Live-Vorschau, sodass du den Raum vom Orange wegdriften siehst, bevor du auslöst.

Vom Lensmera-Team geschrieben.